"Sextips für Schwule Männer"

Taschenbuchausgabe
226 Seiten
Bruno Gmünder Verlag, 2003
ISBN: 3-86187-836-4

Der umfangreiche schwule Sexratgeber

Frech und umfassend beschäftigt sich dieser Ratgeber mit schwulen Sexpraktiken - ein Guide durch den Alltag und über die Sternstunden eines jeden schwulen Mannes, der nach (besserem) Sex sucht. Dabei beantwortet Stephan Niederwieser wichtige Fragen, wie z.B.: warum kleine Schwänze mehr Spaß bringen, oder warum der Gipfel des Sex nicht immer der Orgasmus sein muß. Er hat gute Tips für die "Hausfrau" parat, wie man Sperma weißer und Eier glatt wie einen Kinderpopo kriegt …


Leseproben als PDF-Dateien:
Sexmythen und (mindestens) sechs Antworten
Worauf du beim Kauf von Sexspielzeug achten solltest
Finnisch-römisch oder doch lieber Französisch?
Was bitte schön ist ein Glory Hole?
Die Sache mit dem Schmerz

Schaufensterdekoration zur Buchpremiere


Kritiken:

Noch ein Sexratgeber?
"Braucht die schwule Welt wirklich noch einen Sexratgeber? Eigentlich nicht. Doch Stephan Niederwiesers Sextips für schwule Männer hat eine Lücke in dem relativ gesättigten Markt gefunden, indem er zwei Bereiche geschickt miteinander verbindet: Ratgeber und Lifestyle. Der Nachteil des Werkes ist daher gleichzeitig der Grund, weshalb das Buch interessant ist: seine eklektische Unübersichtlichkeit. Statt langweiliger pseudo-medizinischer und -psychologischer Systematik verzichtet Niederwieser auf die dröge Katalogisierung sexueller Mangelerscheinungen und bietet dem Leser stattdessen ein pralles Sammelsurium subjektiv gefärbter Informationen und Erfahrungen. Man merkt dem Autor seine belletristische Herkunft an – im positiven Sinne. So ersetzt er das obligatorisch einführende Vorwort mit der köstlich-anzüglichen Plauderei über ein sexuelles Erlebnis. Ein cleveres Manöver.

Letztlich bieten Niederwiesers Sextipps auch alles, was von einem solchen Buch erwartet wird: Er berichtigt falsche Mythen, gibt Anleitung zur Selbstbefriedigung und zum Anbandeln, neben den klassischen Sextechniken finden sich Streifzüge durch die SM- und Fetisch-Szene (Was ist ein Klammer-Igel?) bis hin zu Toys und Cybersex sowie Tipps, wie man die Lästigen wieder los wird und die Erwünschten bei Laune hält. Außerdem ein kleines Reiselexikon (kann nützlich sein), Anmerkungen zur Juristerei (kann noch nützlicher sein) und Grundlegendes zur gesundheitlichen Seite (immer wichtig). Abgerundet und aufgewertet wird das Ganze durch das ansprechende Layout, den sexy Fotos und nicht zu vergessen den eingeschobenen Ermutigungen einschlägiger Profis wie dem Pornostar Johan Paulik, dem Rechtsanwalt Jürgen Leske, dem Psychologen Rolf Winiarski oder dem Comic-Zeichner Ralf König."
Amazon.de, RJ Poole

Lust und lustig haben viel Miteinander zu tun
"Der Münchner Autor Stephan Niederwieser, der in den letzten Jahren mit seinen schwulen Beziehungs- und Liebesromanen zum Bestsellerautor wurde, hat nun einen Sex-Ratgeber geschrieben. Und der ist gut und geil! Niederwieser belegt mit seinen „Sextipps“, dass die Wörter „Lust“ und „lustig“ viel miteinander zu tun haben. So wurde aus seinem Buch kein klassischer Ratgeber, in dem bierernst (obwohl man das bei einem Münchner erwarten könnte *grins*) diverse Praktiken und Techniken abgehandelt werden. In einer flapsigen, manchmal fast comicartigen Sprache erzählt er von schwulem Sex. Dabei lässt er kaum einen Kalauer aus, was naturgemäß nicht allen gefallen kann.
Auch sonst wartet dieses mit vielen Fotos reich illustrierte Buch mit ungewöhnlichen Neuerungen auf. Die einzelnen Kapitel sind magazinartig aufbereitet, was zum Blättern und Schmökern einlädt. Da liest man doch prompt einen kleinen Kasten über die Gefahren von Barebacking, obwohl man eigentlich auf der Suche nach Wissenswertem zu Cockringen war. Um die Cockringe kümmert man sich dann eben später. Es ist Stephan Niederwieser glänzend gelungen trockene Informationen (kann sich wer trockenen Sex vorstellen? *knirsch*) spritzig (das musste jetzt kommen) aufzubereiten.
Trotz aller humoristischer Einsprengsel ist das Buch in erster Linie eine ernsthafte Beschäftigung mit allen Variationen von schwulem Sex. Gleich zu Beginn räumt er mit Sexmythen und anderen falschen Vorstellungen auf, wie dass die Schwanzgröße zwingend mit gutem Sex korreliert. Köstlich seine antiklerikalen Ausritte im Onaniekapitel (danke Stephan!). Und dann geht es klassisch Schlag auf Schlag (die wirklich schlagenden Spiele kommen im Buch weiter hinten, vorher werden die sanfteren Begegnungsmöglichkeiten zwischen Männern abgehandelt): Anmache, erste Annäherung (küssen und so) und dann alles zum Thema Blasen und Ficken. Bei aller lustbetonten Aufforderung alles auszuprobieren und moralische Einstellungen zu vergessen ("Faustficken ist grauslig, igitt!" Wieso? Wem’s Spaß macht?), vergisst Niederwieser nie, auf mögliche Gefahren hinzuweisen.

Safer Sex muss nach wie vor ein zentrales Thema in jedem Sexbuch sein, auch wenn der Umgang damit wesentlich entkrampfter sein darf als noch vor zehn Jahren. Niederwieser führt in diesem Zusammenhang das Schlagwort vom „persönlichen Risikomanagement“ ein. Ob man sich beim Blasen – das auch ohne Abspritzen im Mund noch ein Restrisiko birgt – auf den Gummi verlässt, muss jeder selbst entscheiden. Dieses Grundprinzip sexuellen Handelns gilt auch besonders bei sadomasochistischen Praktiken, die Niederwieser ohne Scham und Abschätzigkeit erläutert. Denn was einzig zählt beim Sex sind Lust, Geilheit und Spaß.

Zuletzt: Sage mir keiner, er brauche kein Buch mit Sextipps, das kenne und könne er schon alles! Ich sage nur: Auch ein Genie wie Mozart musste lernen, Noten zu lesen, bevor es Opern komponieren konnte. Alles andere ist großmäulige Schaumschlägerei."
www.gay.or.at, Andreas Brunner


Unkomplizierte Sprache, praktische Tipps, tolles Layout
"Ein schönes Buch. Ein interessantes Buch. Schon die Aufmachung macht Lust. Paperback, aber stabil. Dick, aber handlich. Bunt, aber übersichtlich. Ein leichtfüßiger Spaziergang durch alle wichtigen, unwichtigen und abseitigen Themen schwuler Lebens- und Liebeskultur. Unkompliziert und sympathisch geschrieben (der Autor ist schon länger für seine gute "Schreibe" bekannt), aber auch praktisch und informativ (mit Beiträgen kompetenter Co-Autoren für Spezialgebiete wie Aids, Sextoys, Schwulen-Recht...). Besonders schön ist die reiche Bebilderung mit den besten und aktuellsten Fotos bekannter Männerakt-Fotografen. Eine echte Fundgrube!"
Rezensent aus Regensburg, Mai 2002

Ich musste immer weiter schmöckern!
Sehr geehrte Frau Niederwieser!
Ihre "Sextips", die ich am Vorabend auf Ihrer intellektuellen Tupperparty in downtown N erwarb, hat mich um meinen wohlverdienten Endarbeitswochen-Schönheitsschlaf gebracht ( ich musste immer weiter schmöckern!). Am heutigen Samstag konnte ich nicht einmal ordnungsgemäß meinen hausfraulichen Pflichten nachkommen (von anderen Pflichten ganz zu schweigen! Der großen Göttin sei Dank weilt mein Gatte gerade für eine Woche auf Gran Huraria ...).
*Ausdrücklich protestier – auf das Entschiedenste!*
Weitaus schlimmer noch: Ich musste entsetzt feststellen, dass plötzlich (und unerwartet) ein ekeleregender Geruch mein Ehe-Bett erfüllte. Der durchdringende Geruch der von der Druckerei verwendeten Farbe ist – speziell für einen Sexratgeber – really abtörnend. Mal wieder musste ich feststellen, dass ich nicht wirklich auf dirty stehe ...; es sei denn, es ist gut gemacht!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
tilly von palmolive, Mai 03


Verblüffend deftige Bilder
"Sieht ja Layout-mässig hervorragend aus! Verblüffend deftige Bilder auch, in diesen Ratgebern ist ja meist son Softsex angesagt. Dein Buch gefällt mir sehr gut, Das hat echt Witz, sehr schön. Am Besten gefiel mir bisher der Hinweis, dass, wenn aufm Autobahnparkplatz lauter leere Autos stehen und in der Klappe auch niemand anwesend ist, dass das ein Fall für Akte X sei... da hab ich sehr gekichert. Außerdem bist du 'ne Sau.
Was da alles drinsteht, wovon ich auf meine alten Tage (bin ja mit über 40 überm "Verfallsdatum"! *knirsch*) keinen Schimmer hatte. Das mit dieser Verpackungs-Luftpolsterkissen-Folie beispielsweise. Ich hab das Zeug phantasielos einfach immer weggeschmissen.
Jedenfalls: Gratulation, Glückwunsch und Auflagenstärke! :-) "
Ralf K., Mai 02


Wer zuletzt lacht, ist schwul
"Der Autor schreibt in einer (leider oft zu) fröhlichen Stimmung über die Freuden und Leiden des schwulen Daseins. Man erkennt gut die praktische Erfahrung, die in diesem Buch liegt (und die der Autor demzufolge auch hat) und so kann man oft dem Text zustimmen, weil man schon ähnliches (oder sogar gleiches) erlebt hat. Es bestätigt in vielen Dingen, was man schon geahnt (aber vielleicht nicht geglaubt) hat. Aber auch für 'neue Mitglieder' gibt das Buch tolle Tipps und Tricks in jeder Lebenslage und Stellung.
Fazit: Das Buch, das man sich zu Gemüte führen sollte, wenn man wieder mal 'Migräne' hat."
Rezensent aus der Schweiz, Mai 2004


Selber darauf kommen ist manchmal sehr schwer.
"Ich habe Dein Buch meinen Freunden empfohlen und ich habe sehr gutes Feedback erhalten. Ich finde es wirklich gut, wenn man ungeschriebene Gesetze beim Flirten, im Chat (Netiquette) oder One night stand nachlesen kann. Im Nachhinein ist alles sehr einleuchtend. Doch selber darauf kommen ist manchmal sehr schwer."
Stephan, Juni 02


Wie Mann es richtig macht
"Schon mal beim Sex blamiert? Dann hättest du besser vorher mal ’nen Fachmann fragen sollen. Einen wie Stephan Niederwieser, der mit seinem Buch "Sextips für schwule Männer" kompetent weiterhilft: Darin steht, was man über Stellungen und Gleitmittel alles wissen muss.
Aber nicht nur das, Niederwieser gibt Tipps und Aufklärung zu weiteren Punkten wie "Sexmythen", "Selbstbefriedigung", "Toys und Tools" oder "Praktiken". So werden beispielsweise ausführlich "die wichtigsten Regeln des Bondage", "An- und Abtörner" und die Gefahren des Barebackings erklärt. Ein ganzes Kapitel widmet er sich dem Cybersex, ein weiteres dem Vergnügen am Telefon ("… nicht nur Deine Eier, sondern auch Dein Konto wird ausquetscht"). Ein nützliches, schwules Reiselexikon (mit Lautsprache) rundet den Inhalt ab. Witzig dabei sind Übersetzungen wie "Sollen wir mal zählen, wieviel Schritte es von hier bis zu Deiner Wohnung sind?" ins Türkische oder Wienerische.
Informativ sind ebenso die Kurz-Interviews, wie etwa mit Ralf König, Johan Paulik oder einem Rechtsanwalt für Sexualstrafrecht. Dieser setzt sich zum Beispiel mit Sauna-Razzien und der "Erregung öffentlichen Ärgernisses" auseinander. Für viele Leser sicherlich sinnvoll, denn wer weiß schon, mit welchen Strafen er zu rechnen hat, sollte er in flagranti von der Polizei aufgegriffen werden.
Die Neuerscheinung von Autor Stephan Niederwieser ist kein Buch der leisen Zwischentöne. Niederwieser beschreibt zwar gründlich, farbig und flott die Freuden der schwulen Sexualität, allerdings ist die explixit derbe Sprache ("Mund auf, Schwanz rein!") nicht jedermanns Sache.
Viele Farbfotos aus dem Gmünder-Haus machen die Sextipps sehr anschaulich - mitunter sind ejakulierende Schwänze zu sehen. Niederwieser widmet sich jeder erdenklichen Facette des Männersex und so ist das Sachbuch für Neugierige und Novizen gut geeignet, selbst Connaisseure können sich überraschen lassen."
www.justbegay.de, Dat tat Do

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