Regeln

Weil das "Freie" am Aufstellen dem einen oder anderen vielleicht etwas ungewohnt ist, hier ein paar Erklärungen dazu, die ich jeden bitte zu verinnerlichen, der an meinen Aufstellungen teilnehmen möchte:

1. "Frei" bedeutet, dass die Aufstellung von demjenigen geleitet wird, der ein Thema aufstellt. Der Moderator (ich) und die Gruppe können – ihren Impulsen folgend – Angebote machen, Anweisungen -– wie beim geführten Aufstellen – gibt es nicht. Der Aufstellende hat immer die Wahl, die Angebote auch abzulehnen.

Wer diese Regel – Angebote statt Anweisungen! – bricht, muss damit rechnen, dass ich – in meiner Funkion als Moderator – einschreite, um den Aufstellenden zu schützen.

2. Ich moderiere, heißt: Ich stelle Raum, Getränke und Snacks zu Verfügung und führe durch den Abend und sorge dafür, dass die Aufstellung "frei" bleibt. Ansonsten bin ich gleichberechtigtes Gruppenmitglied. Mein Wort hat also kein bisschen mehr Gewicht als das von anderen Gruppenmitgliedern.

3. Alles gehört dazu. Jeder Einwand, jeder Einwurf, jede Reaktion und jedes Gefühl von allen teilnehmenden Personen, selbst Geschehnisse innerhalb und außerhalb des Gruppenraums können Hinweise auf die Lösung des Prozess sein. Daher ist jeder Teilnehmer aufgerufen, seine Impulse kundzutun und alle auftauchenden Gefühle preiszugeben, denn vielleicht ist die Wut, die Scham oder die Trauer genau das, was im Prozess die Lösung bringt.

4. Der Aufstellende darf jederzeit Grenzen setzen. Da jeder eigenverantwortlich teilnimmt, darf auch jeder sagen, wie weit zu gehen er bereit ist. Niemand weiß das besser, als der Aufstellende selbst. Diese Grenzen zu achten, ist Aufgabe der Gruppe, in jedem Fall Aufgabe des Moderators.

5. Natürlich darf auch jeder andere Grenzen für sich setzen. Das beginnt schon damit, dass man frei wählt, ob man sich als Stellvertreter zur Vergügung stellt oder nicht. Auch kann jeder jederzeit mitten in der Aufstellung aussteigen, wenn er merkt, dass er an Grenzen stößt und ihm das Weitermachen nicht gut tut.

Fragen beantworte ich gerne: s.niederwieser (§) web.de



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