Leben ohne Scham

Schamgefühle verstehen und nicht länger davon gelähmt werden

Schamgefühle behindern und lähmen uns. Sie unterdrücken vitale Lebensimpulse. Hier ein paar Beispiele:

  • Wir schämen uns für unsere Probleme, reden deswegen mit niemandem darüber und finden deswegen auch keine Hilfe.
  • Wir schämen uns für unseren Partner und schneiden uns damit von der Liebe ab. 
  • Wir schämen uns für unser Aussehen und investieren Unsummen in Mode, Diäten oder Schönheitsoperationen.
  • Wir schämen uns für unsere Bedürfnisse, wagen deshalb nicht, sie zu äußern, und bekommen sie so auch selten erfüllt. 
  • Wir schämen uns für unsere Lebendigkeit und Lebensfreude … 

Diese Liste ließe sich noch lange fortführen. Obwohl die Folgen dieses „Gefühls“ auch für unsere Identität und unseren Körper schwer wiegen, findet die Scham selbst im psychotherapeutischen Rahmen kaum Beachtung. Deshalb wird unser aller Leben immer enger, die Lebendigkeit schwindet. Und weil man sich auch noch dafür schämt, dass man sich schämt, wird sogar die Scham unterdrückt und damit nicht mehr als Problem erkannt.

Es gibt eine ganze Reihe von offensichtlichen Ursachen dafür, wie Scham in unser Erleben gelangt: Es gibt gesellschaftliche Scham (Die „Nazideutschen!“), Familienscham („Unser Sohn ist ein Selbstmörder!“), religiöse Scham („Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach …“). Wir können uns für vermeintliche Unzulänglichkeiten schämen, z.B. weil wir rothaarig, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß oder körperlich behindert sind oder weil wir Gefühle fühlen, die von unserer Umwelt nicht akzeptiert werden: Wut, Angst, Versagen …

Aber es gibt noch eine viel grundlegendere Scham: Frühe Traumatisierungen führen zu einer Übererregung des Nervensystems. Diese Übererregung lässt uns „schlecht“ fühlen, anders als andere, seltsam, „falsch“ … Diese als eigene „Seltsamkeit“ interpretierte Wahrnehmung führt nicht selten zu einer „Ich bin seltsam“-Identität, zu einem „Mit mir stimmt was nicht“, „Ich bin falsch“ – wofür man sich schämt, was wiederum Ausgeschlossenheitsgefühle, Rückzug, Einsamkeit und vieles andere Schädliche nach sich zieht.

Seminar

Mit diesem Seminar biete ich einen Rahmen, in dem die Wirkung der Scham auf kognitiver, emotionaler und physischer Ebene erfahren werden kann, nicht nur allgemein, sondern ganz konkret auf das eigene Leben bezogen. Dabei begleiten uns folgende Fragen:

  • In welchem Lebensbereich möchte ich mich mehr zeigen?
  • Wie halten mich Schamgefühle davon ab?
  • Was wäre notwendig, um die Identifikation mit der Scham aufzugeben?

Inhalt

In diesem Tagesseminar werden wir:

  • Scham in uns und anderen erkennen 
  • uns anschauen, wie toxische Scham unser Erleben bestimmt
  • verstehen lernen, dass Scham ein psychobiologischer Prozess ist
  • uns mit den Folgen der Scham beschäftigen
  • die eigenen Strategien erforschen, wie wir Scham zu vermeiden suchen
  • die Ressourcen freilegen, die uns helfen, Scham abzulegen
  • Wege in ein Leben ohne Scham entdecken.
Wann?
Nächster: Samstag, 1. Juli 2017, 10 - ca. 18 h mit Mittagspause

Wo?
Praxis Ute Boldt, Kiebitzgrund 10a, Berlin-Marzahn

Anmeldung bitte direkt bei Ute Boldt: ute-boldt@web.de, 030 29351358

Der Flyer zum Download

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